Hochsensitiv sein

 

Hochsensibel oder Hochsensitiv? Grundsätzlich sehe ich keine fachliche Unterscheidung, vielmehr sehe ich ausgesprochen individuelle Unterschiede, zwischen hoher Sensibilität und hoher Sensitivität. Natürlich haben sie unterschiedliche Bedürfnisse, die wahrgenommen und geachtet werden sollten.

Auf jedenfall geht die ausgeprägte Wahrnehmungsebene bei sensitiven Menschen über die körperlichen Reizwahrnehmungen mit den 5 Sinnen hinaus, den 6., 7., und 8., Sinn... Hochsensitive Menschen haben sehr spezielle Fähigkeiten.

Zum Beispiel ein ausgesprochenes gutes, empathisches Einfühlungsvermögen, Hell-Sehen, Hell-Hören, Hell-Tasten, Hell-Riechen und Hell-Schmecken.

 

Die erweiterte Wahrnehmung bei Kindern wird Anfangs oft von Ihren Familien in die Schublade Phantasie gesteckt. Den Kindern selbst fällt ihr Talent nicht sonderlich auf. Sensitive Kinder gehen davon aus, dass jeder Mensch die gleichen Dinge wahrnimmt. Somit sind sie völlig unvoreingenommen das sie etwas wahrnehmen, was nicht sichtbar ist.

Solange niemand ihnen in irgendeiner Weise vermittelt, dass dies gruselig, seltsam oder sonst irgendwie negativ sein könnte!

Dann ist es später für sie selbstverständlich, dass es Energien auch außerhalb unserer materiellen Welt gibt. Sie können ,,etwas" sehen, was andere nicht sehen, nicht wahrnehmen, nicht greifen können.

Sicher ist, es ist sehr verschieden und sehr individuell, wie weit und speziell etwas wahrgenommen wird.

 

Später in der Schule wird es meist immer schwieriger. Oft haben Sensitive das Gefühl das dass, was ihnen vermittelt wird, irgendwie nicht so richtig stimmt.

 

Hochsensitiv sein, bedeutet viel mehr Eindrücke zu verarbeiten als andere Menschen.

Viele unterdrücken ihre Wahrnehmungen dann und entwickeln körperliche und chronische Beschwerden. Nicht selten zeigen sie sogar Symptome, die sie teilweise von anderen Menschen übernommen hatten.

 

Hochsensitivität geht bei den meisten mit bewusstseinsverändernden Prozessen einher. Diese offenere Wahrnehmung ist angeboren, wird allerdings bei dem einen oder anderen erst später ausgelöst, beziehungsweise zeigt sich zum Beispiel durch den Verlust eines geliebten Menschen, oder durch Begleitung im Sterbeprozess, oder andere einschneidenden Veränderungen. Selbst eine komplette Ernährungsumstellung kann Auslöser sein. Oder die Sensitivität erscheint nach einer Bewusstseinsveränderung einfach aus dem Nichts.

 

Wichtig ist vor allem, das Menschen die über all diese individuellen wunderbaren Fähigkeiten verfügen, die eine Gabe besitzen, sehr wertvolle Beiträge überall in der Gesellschaft leisten können. Wieviele Sensitive bereichern ja schon auf allen Ebenen das Leben von nicht Sensitiven, nur sehen es die meisten nicht.

Leider ist unsere Gesellschaft nur auf Anpassung ausgerichtet.

Ob im Kindergarten, in der Schule und auch später im Leben, es gibt weniges was geeignet ist, die Andersartigkeit und Ungewöhnlichkeit eines Menschen zu förden oder lebbar zu machen. Im Gegenteil.

 

Wer sich aber diesen Zusammenhängen klar wird, beginnt dann plötzlich, seine Umwelt anders wahrzunehmen, lernt auch ( und das ist ganz wichtig! ), was gesunde Grenzen sind und wozu sie dienen und kann seine Andersartigkeit  Stück für Stück in sein Leben integrieren. Ohne die Fähigkeit zur Abgrenzung kann man sich selbst und die Beziehungen zu anderen Menschen nicht klar definieren und verliert die eigene Identität.

 

Es gibt immer etwas zu lernen oder zu erfahren, wenn wir uns dafür öffnen.

 

Du selbst hast es in der Hand, wie du dein Leben mit dieser Gabe gestaltest.

 

Wir allein entscheiden und bestimmen die Qualtität unseres Lebens.