EMDR


- ( Eye Movement Desensitization and Reprocessing - Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegung )

Das menschliche Gehirn nimmt permanent neue Eindrücke auf und speichert diese zeitlebens ab. Dieser gewissermaßen ständig stattfindende Lernprozess führt dazu, dass fortwährend neues Wissen und neue Erfahrungen, die sowohl positiver als auch negatier Art sein können, erlernt und abgespeichert werden.

EMDR ist eine zeitsparende, umfassende und wunderbare Methode, sehr effektiv und trotzdem sehr schonend.

Die wissenschaftlich und mediz. belegbaren Ergebnisse sind ebenso verblüffend, wie nachhaltig.

Der Arbeit mit EMDR liegt die bilaterale Stimulation der linken und rechten Gehirnhälfte mittels Augenbewegungen zugrunde. Der Klient folgt mit seinen Augen den Fingern, beziehungsweise der Hand des Coaches/Therapeuten, welche sich abwechselnd von rechts nach links bewegt.

Anstelle der geleiteten Augenbewegungen können auch alternative Stimuli ( taktil und auditiv ) eingesetzt werden, die dieselbe nützliche Funktion erfüllen.

Mit rechts - linksseitigem Tappen der Schulter - oder Kniebereiche nimmt das Gehirn durch die Berührung die wechselseitige Stimulation wahr.

Ziel einer Behandlung mit EMDR ist z.B. das gehemmte oder blockierte Informationsverarbeitungssystem zu stimmulieren.

So wirkt EMDR auch am besten bei Klienten, die motiviert sind, sich zu verändern und belastende Gedanken und Gefühle einzugestehen und zuzulassen.

 

Arbeit mit dem inneren Kind

*

- Das ,,innere Kind" ist ein Ausdruck für den Teil unserer Psyche, in dem unsere tieferen Empfindungen sitzen, beziehungsweise, wo unsere Gefühle wohnen. Die Begegnung mit dem inneren Kind bedeutet Kontaktaufnahme mit dem eigenen Wesenskern, man bekommt Zugriff auf die eigenen Gefühle. Viele Menschen trennen sich vollständig von ihren Gefühlen ab und ihnen fehlt ein sehr wichtiges Potenzial.

Beim gesunden inneren Kind, sind die Gefühle klar und kommen voll zum Ausdruck. Wir fühlen uns geliebt, geborgen und spüren uns selbst. Wir sind uns SELBST sicher, kennen unsere Grenzen und nehmen die der anderen deutlich wahr. Wir sind befähigt in jeder Situation ganz wir selbst zu sein. Unsere Liebes und Beziehungsfähigkeit sind voll entwickelt und wir kennen die Wahrheit über uns selbst.

Beim verletzten inneren Kind bleiben die Gefühle im Unbewussten, weil sie zu schmerzlich sind. Gefühle die an die Oberfläche sickern, werden verdrängt durch zuviel Essen, Fernsehen, Sport, Arbeit, Alkohol, Rauchen, Schlafen...

Diese Gefühlskiller, dienen der Flucht vor der Konfrontation mit sich selbst. Wir fühlen uns ungeliebt, einsam, verloren, ohne inneren Halt und Führung. Es fehlt der Kontakt zu uns selbst. Wir wissen oft nicht, wer wir in Wahrheit sind. Wir definieren uns über Beziehungen mit anderen, der Selbstwert wird von anderen abhängig gemacht. Tiefe ungestillte Sehnsucht nach Liebe und Anerkennung treibt uns in die Abhängigkeit anderer Menschen. Flucht vor den eigenen Gefühlen ist oft der einzige Ausweg. 

 

Ziel der Auseinandersetzung mit dem inneren Kind:

 - Zugriff auf die eigenen Gefühle und Wünsche

 - verbessert die Sensibilität für die eigenen Bedürfnisse

 - hilft mehr Unabhängigkeit von der Zuneigung und Anerkennung Anderer zu erlangen

 - stärkt das Selbstvertrauen und das Selbstwertgefühl